Mälzerei Aurora

Vor Ihnen steht eine Schornsteinkappe. Dies ist die drehbare Haube, die früher auf dem Schornstein der Malzfabrik Aurora stand. In dieser Fabrik wurde Getreide zum Keimen gebracht und getrocknet. Dieses Getreide wurde zum Bierbrauen benötigt. Auf Foto 1 sehen Sie die Direktorenwohnung in ihrem heutigen Zustand, mit dem Apartmentkomplex im Hintergrund, der heute an der Stelle der ehemaligen Fabrik steht. Neben der Schornsteinkappe erinnert auch die Direktorsvilla an die alte Fabrik, siehe Foto 2.

Symbol der Industrialisierung

Die Schornsteinkappe ist ein Symbol der Industrialisierung in dieser Region. Die Malzfabrik lag an der Bahnlinie Boxtel–Wesel. Diese Strecke war Teil einer schnellen Verbindung zwischen London, Berlin und Sankt Petersburg. Entlang dieser Bahnlinie, dem sogenannten „Duits Lijntje“ (Deutsche Linie), befanden sich mehrere Fabriken, wie zum Beispiel:

  • eine Ziegelfabrik in Oeffelt
  • eine Holzschuhfabrik in Mill
  • die Straßenbahngesellschaft Maas‑Buurtspoorweg, Spoorstraat 155 in Gennep (siehe Foto 3)
  • die Holländische Margarinefabrik in Goch
  • später auch die Papierfabrik von Page in Gennep (siehe Foto 4)

Erinnerungen an die Eisenbahn

Die Bahnlinie existiert nicht mehr. Dennoch sind noch Spuren aus dieser Zeit sichtbar. Dazu gehören die alte Lokomotive mit der Informationstafel „Gennep Spoorstad“ sowie die Informationstafel „Bus–Tram–Zug“ beim Busbahnhof.