Mälzerei Aurora
Vor Ihnen steht eine Schornsteinkappe. Dies ist die drehbare Haube, die früher auf dem Schornstein der Mälzerei Aurora stand. In dieser Fabrik wurde Getreide gekeimt und getrocknet. Dieses Getreide war notwendig für das Bierbrauen. An der Stelle des großen Fabrikgebäudes von 1898 befindet sich heute das Wohnkomplex Aurora. Neben der Schornsteinkappe erinnert auch die Direktorenvilla an die alte Fabrik (siehe Fotos 1 und 2).
Symbol der Industrialisierung
Die Schornsteinkappe ist ein Symbol der Industrialisierung in dieser Region. Die Mälzerei lag an der Bahnlinie Boxtel–Wezel. Diese Linie war Teil einer schnellen Verbindung zwischen London, Berlin und Sankt Petersburg. Entlang dieser Bahnlinie, dem „Duits lijntje“ (deutsches Linien), standen weitere Fabriken, wie:
- eine Ziegelei in Oeffelt (Foto 3)
- eine Holzschuhfabrik in Mill (Foto 4)
- die Straßenbahngesellschaft Maas-Buurtspoorweg (Foto 5)
- die Holländische Margarinefabrik in Goch (Foto 6)
- später auch die Papierfabrik Page in Gennep (Foto 7)
Erinnerungen an die Bahn
Die Bahnlinie existiert nicht mehr. Dennoch sieht man noch Spuren dieser Zeit. Denken Sie an die Informationstafeln „Gennep Spoorstad“ (Foto 8) und „Bus-Tram-Trein“ (Foto 9). Auch die entfernten Schienen auf dem Kreisverkehr verweisen auf diese besondere Bahnlinie.