Kunstwerk verbindet Gennep und Goch: gemeinsame Geschichte als Ausgangspunkt
Gennep und Goch verbindet seit Jahrhunderten eine enge Beziehung. Diese Verbindung entstand durch Handel und Kultur. Für die Stiftung Gennep–Niers–Goch und Mitglieder des Heimatvereins aus Goch war dies eine wichtige Inspirationsquelle. Daraus entstand ein Kunstwerk, das diese Verbindung sichtbar macht.
Die Gemeinden arbeiten schon lange zusammen. Diese Zusammenarbeit und Einigkeit spiegeln sich in der Bemalung wider. Das Trafohäuschen trägt nun die Geschichte seiner Umgebung. Das Design passt zum Ort und stärkt das Erlebnis.
Werk der Künstlerin Karline Linsen
Der Fluss Niers verbindet Gennep und Goch. Genau diese Verbindung stellt Karline Linsen (Studio Karline) in diesem Kunstwerk dar. Wasser zieht sich wie ein roter Faden durch das Gemälde und symbolisiert Begegnung und Verbindung.
Vergrößerte Tiere laden dazu ein, die Natur um uns herum neu zu betrachten. Historische Elemente in der Skyline, wie die Wasserräder von Gennep und Goch und das verschwundene Zandpoort, lassen die Vergangenheit lebendig werden.
Mit diesem Entwurf verwandelt Studio Karline ein schlichtes Backsteingebäude in einen markanten Orientierungspunkt an der Groene Gracht.
Zeitgenössische Interpretation
Die Idee hinter der Bemalung hat eine zeitgenössische Übersetzung erhalten, die im Dialekt des Kleverlands zu lesen ist:
"Seit Jahrhunderten fließt die Niers durch Gennep und Goch. Nicht als Grenze, sondern als Verbindung.
Lange bevor Grenzen auf Karten erschienen, brachte der Strom die Menschen zusammen. Entlang des Wassers entstanden Freundschaften, Liebe und Familien. Man zog hin und her für Handel, Arbeit, Kirche und Glück und verstand einander ohne Mühe. Auf beiden Seiten klingt das Kleverländische – die Sprache dieser Region. Man teilte Feste, Sorge und Hoffnung. Und auch wenn die Glocken nicht von denselben Türmen läuteten, trug ihr Klang gemeinsam über Land und Wasser.
Durch Krieg, Armut und Veränderungen bleibt eines bestehen: das Band zwischen Gennep und Goch. Denn die Niers verbindet nicht nur Ufer, sondern auch Generationen. Vielleicht ist das das größte Denkmal: dass Menschen einander weiterhin als Nachbarn, Familie und Freunde sehen.
Die Niers kennt keine Grenze. Wir sind durch das Wasser verbunden, getragen durch die Jahrhunderte.’’
Text: Hay van Arensbergen