Das Schleusentor in der Groene Gracht

Allgemein

An der alten Stadtmauer von Gennep liegt das kleine Schleusenbauwerk der Groene Gracht. Dieses kleine Bauwerk entstand um 1910. Es diente dazu, den Wasserstand im Graben zu regulieren. So konnte der Graben kontrolliert geflutet oder entleert werden. Das Pumpenhäuschen gegenüber der Schleuse stammt aus den 1970er‑Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Gärten im Graben

Im ehemaligen Graben befanden sich früher etwa 30 Schrebergärten. Diese sind bereits auf Katasterkarten aus dem Jahr 1731 zu sehen. Siehe die orangefarbenen Blöcke außerhalb der roten Stadtmauer auf dem Foto. In alten Schriften wurden diese als „Kweektuinen“ bezeichnet. Die Gärten wurden bei Hochwasser absichtlich überflutet. Der zurückbleibende Schlamm machte den Boden fruchtbar. Zu viel Wasser war jedoch gefährlich, da die Stadtmauern an einigen Stellen schwach waren.

Schutz vor Hochwasser

Durch die Schleuse floss Regenwasser aus den südlichen Gärten ab. Die Schleuse schützte die Stadt außerdem vor Hochwasser von Maas und Niers. Bei drohendem Hochwasser wurde die Schleuse geschlossen. So blieb unter anderem der Friedhof der Nonnen trocken.

Restaurierung durch Schüler

Im Jahr 2016 haben Schülerinnen und Schüler des Elzendaalcollege die Schleuse restauriert. Dies geschah im Rahmen eines Projekts der Fachbereiche Mauerwerk und Metallbearbeitung.