Das Schleusentor in der Groene Gracht

Allgemein

Entlang der alten Stadtmauer von Gennep liegt das kleine Schleusentor der Groene Gracht (
Grüner Kanal). Dieses Bauwerk entstand um 1910. Es diente dazu, den Wasserstand im Graben zu regulieren, sodass er kontrolliert gefüllt oder geleert werden konnte.

Gärten im Stadtgraben

Im ehemaligen Stadtgraben lagen früher 31 Kleingärten. Diese waren bereits auf Karten aus dem Jahr 1731 zu sehen. In alten Schriften wurden sie „Kweektuinen“ (Zucht- bzw. Anbau­gärten) genannt. Die Gärten wurden bei Hochwasser absichtlich überflutet. Der dabei zurückbleibende Schlamm machte den Boden fruchtbar. Zu viel Wasser war jedoch gefährlich, da die Stadtmauern an einigen Stellen schwach waren.

Schutz vor Hochwasser

Durch das Schleusentor floss Regenwasser aus den südlichen Gärten ab. Das Schleusentor schützte die Stadt auch vor Hochwasser von Maas und Niers. Bei drohendem Hochwasser wurde die Schleuse geschlossen. So blieb unter anderem der Friedhof der Nonnen trocken.

Ein bekannter Gennepener

Das Schleusentor lag im Kleingarten von Piet Snijders. Er war viele Jahre lang der Sinterklaas von Gennep. Er baute auch selbst das kleine Pumpenhäuschen, das gegenüber der Schleuse steht. Später wurde die Schleuse verschlossen.

Restaurierung durch Schüler

Im Jahr 2016 restaurierten Schüler des Elzendaalcollege das Schleusentor. Dies geschah als Projekt der Abteilungen Maurerarbeiten und Metallbearbeitung.